Unter Nutzung des hypnoiden Bewusstseinszustands und dessen Phänomenen wird der therapeutische Prozess erheblich intensiviert und verkürzt.

Im Mittelpunkt der therapeutischen Arbeit steht das Aufdecken sowie das Sichtbar- und Erlebbarmachen vergessener, verdrängter oder abgespaltener Erinnerungsinhalte.

Die emotionale Verarbeitung und kognitive Neubewertung ermöglicht die Entwicklung neuer Lösungswege und deren Integration.

Die Fähigkeit, die in der therapeutischen Beziehung auftretende Übertragung und Gegenübertragung zu erkennen und zu bearbeiten, ist wichtiger Inhalt dieser Ausbildung. Die Selbsterfahrung in Hypnose im Rahmen der Ausbildung ermöglicht der Therapeutin/dem Therapeuten Übertragungen und Gegenübertragung zu erkennen und diese im Therapieprozess zu nutzen.

In elf Wochenendseminaren Theorie und zwei Praxisseminaren werden Techniken, Verfahren und Interventionen der Psychotherapie in Hypnose vermittelt.

S1 - Hypnose Grundlagen, Techniken und Anwendung
  • Theoretische Grundlagen: Hypnose als Begriff und als Bewusstseinszustand
  • Geschichte der Hypnose, ihrer Phänomene, Anwendungsmöglichkeiten und
    Verfahren
  • Indikation und Kontraindikation sowie Möglichkeiten und Gefahren der Hypnose
  • Einblick in die ganzheitliche Sicht der Zusammenhänge von Bewusstsein, Emotionalität, vegetativen Vorgängen und daraus resultierendem
  • Erleben und Verhalten
  • Selbsterfahrung Autogenes Training
S2 - Psychologische Grundlagen von Erleben, Verhalten und Bewusstsein
  • Verknüpfung des hypnotischen Zustandes mit unterschiedlichen Bewusstseinsebenen und die therapeutische Nutzung.
  • Grundlagen der psychischen Entwicklung sowie der Emotionen und der Affekte
  • Lernpsychologie, Engrammbildung , Stresstheorie
  • Einblick in die verschiedenen Schulen der tiefenpsychologischen Psychotherapie
  • Praxis: Einleitung einer Fremdhypnose nach H.I.T.T®
  • AT-Selbsterfahrung
P1 - Praxisseminar: Therapeutisches Arbeiten im abgesenkten Bewusstseinszustand
  • Das Ritual in der lebensgeschichtlichen Hypnose
  • Weitere Einleitungsverfahren
  • Diagnostik durch idiomotorische Zeichen
S3 - Übertragung - Gegenübertragung
  • Begriffsbestimmung Übertragung und Gegenübertragung
  • Identifikation und Interpretieren von Übertragungsangeboten
  • Praktische Übungen um Rollenangebot und Übertragungsinhalte zu erkennen
S4 - Symbolik und Symboldeutung
  • Grundwissen zum Symbolbegriff, seiner Bedeutungs- wie auch Wirkungsebenen und möglichem therapeutischem Umgang
  • Symbolebenen (Ur-, Gruppen- und individuelle Symbolik) u. die Symbolbereiche (Ursprungs-, Daseinssymbole usw.)
  • Therapeutischer Umgang mit der symbolisch aufgeladenen Botschaft von Erkrankungen Tiefenpsychologische Symbolik und Realsymbolik
  • Tiefenpsychologische Symbolik und realsymbolik in der Therapie, insbesondere der H.I.T.T®
  • Praxis: Hypnoseeinleitung und Ruheort, sicherer Ort, Helfer, Vertiefungsbild
S5 - Techniken aus der Katathym-Imaginativen Psychotherapie (KIP)
  • Grundmotive der KIP und ihrer Symbolik
  • Das Hypnoid in der KIP
  • Einsatzbereiche der Imaginativen Psychotherapie in Hypnose
  • Interventionen bei der imaginativen Psychotherapie in Hypnose
  • Symbolarbeit und Symbolkonfrontation
  • Offenes und geführtes Symboldrama
S6 - Erstgespräch in der Psychotherapie und Tiefenpsychologische Anamnese
  • Gestaltung eines Erstgesprächs
  • Empathie und Verständnis für die individuelle Entwicklungsgeschichte
  • Leitfaden zur Erhebung einer biographischen Anamnese
  • Erhebung einer tiefenpsychologisch-orientierten Anamnese
  • Anamnestische Ergänzung durch sog. objektive Informationsquellen
  • Diagnostische und differentialdiagnostische Aspekte in Erstgespräch und Anamnese
  • Praxis: Kommunikation in Hypnose
S7 - Tiefenpsychologische Entwicklungspsychologie
  • Vertiefung der Grundlagen der tiefenpsychologischen Entwicklungslehre
  • Phasenlehre nach Werner J. Meinhold
  • Psychodynamische Diagnostik und Differentialdiagnostik nach den Gesichtspunkten der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD)
  • Störungsbilder in den einzelnen Entwicklungsphasen
  • „Neurose versus strukturelle Störung“
  • Indikation und Kontraindikation der Hypnosetherapie
P2 - Praxisseminar: Psychotherapeutische Interventionen
  • Übende Verfahren
  • Psychotherapeutische Interventionen an Fallbeispielen
  • Einleitung Vertiefung: Stirnchakra und Scheitelchakra
S8 - Psychosomatik
  • Pathogene Wechselwirkungen im Zusammenspiel von Psyche und Körper
  • Ausdrucksweisen und Symbolik psychosomatischer Symptome („Organsprache“)
  • Somatische Reaktionen und Körpersprache als Kommunikationsangebot
  • Hypnosetherapie bei psychosomatischen Erkrankungen
S9 - Einführung in die Hypno-Integrative-Tiefenpsychologische Therapie
  • 10 Prinzipien der H.I.T.T.®
  • Grundlagen zur therapeutischen Haltung im Sinne der H.I.T.T. ®
  • Therapieprozess : Aufdecken, Analysieren, Akzeptieren, Anwenden (die vier „A")
  • Phasenmodell der H.I.T.T.® und phasenspezifisches Arbeiten
  • Lebensgeschichtliche Analyse in Hypnose (LAH)
  • Fokalanalyse in Hypnose (FAH)
  • Problematik der Symptomverschiebung
  • Praxis: Einleitung einer Fremdhypnose nach H.I.T.T.
S10 - Hypnodrama
  • Grundbegriffe zum Hypnodrama und die Verbindung zur H.I.T.T.®
  • Geschichtlicher Hintergrund
  • Abgrenzung zu anderen Verfahren wie z. B. Systemische Strukturaufstellungen oder Familienstellen nach Hellinger
  • Indikationen und Kontraindikationen des Hypnodramas
  • Hypnodrama-Techniken, Rollentausch und Rollenwechsel, Doppeln und Spiegeln
S11 - Notfall in der Psychotherapeutischen Praxis
  • Grundlagenwissen zum psychiatrischen Notfall
  • Maßnahmen und Interventionen aus therapeutischer sowie rechtlicher Sicht
  • Einblick in die psychopharmakologische Medikation
  • Psychopathologische Diagnostik deskriptiv nach ICD-10
    anhand von Fallbeispielen
  • Interventionen im Umgang mit suizidalen Patienten und der zugehörigen juristisch notwendigen Dokumentation

Zugangsvoraussetzung:

  • alle im Überblick genannten und in ähnlichen Berufen Tätige
  • Quereinsteiger nach einem persönlichen Gespräch

Wenn Sie Fragen haben, sprechen Sie uns einfach an. Wir informieren Sie gern über alle Möglichkeiten des Zugangs zum Ausbildungsgang Ihrer Wahl.

Es ist grundsätzlich möglich, auf Antrag Ausbildungsinhalte anzuerkennen, wenn entsprechende Vorbildungen nachgewiesen werden. Über die Anerkennung entscheidet der Prüfungsausschuss.

Gern beraten wir Sie individuell.

Seminarflyer Therapie in Hypnose 2017

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Prüfungsvoraussetzung:

  • Alle Seminar Psychotherapie in Hypnose GTH absolviert
  • 40 Stunden Supervision (Supervisionsseminar, Balint- oder Arbeitsgruppen)
  • 20 Einzelsitzungen Selbsterfahrung in Hypnose

Abschluss:

  • mündliche und praktische Prüfung

Zertifikat:

  • „Psychotherapie in Hypnose GTH“
Keine Veranstaltungen